Schnittmarken werden in der Zeitleiste angezeigt. Die Zeitleiste erscheint auf dem Bildschirm, wenn man bei einer laufenden oder pausenden Aufnahme die Ok-Taste drückt. Die Schnittmarken werden als senkrechte Striche mit einem Dreieck oben oder unten dargestellt:
Der Beginn (Dreieck unten) und das Ende (Dreieck oben) einer Schnittmarke werden immer abwechselt dargestellt; d. h. fügt man eine Schnittmarke hinzu, werden alle folgenden Schnittmarken umgekehrt: Der Schnittmarkenbeginn wird zum Schnittmarkenende und umgekehrt.
Hier ist eine Zeitleiste abgebildet und es werden die wesentlich Bereich erklärt:
Das Ende des hellblauen dicken Balkens zeigt an, an welcher Stelle in der Aufnahme man sich gerade befindet. Liegt an dieser Stelle genaue eine Schnittmarke, wird die Schnittmarke durch ein rotes Dreieck dargestellt. Dieses ist wichtig, wenn man beispielsweise Schnittmarken löschen will. Nur wenn man sich exakt auf einer Schnittmarke befindet, kann man sie z. B. löschen oder verschieben. Unten ist beschrieben, wie man eine Schnittmarke genau anspringen kann.
Pause die Aufnahme:
Springe eine Schnittmarke (Taste 7 bzw. 9) exakt an und das Dreieck der Schnittmarke wird rot dargestellt:
Beispiel: Die Funktion NOAD hat zwei Schnittmarken an Ende falsch gesetzt:
Nach dem Entfernen der Schnittmarken sieht es so aus:
Alle Schnittmarken einer Aufnahme können so auf einmal gelöscht werden:
Das Löschen der Schnittmarken nicht wieder rückgängig gemacht werden.
Zum setzen von Schnittmarken gibt es zwei Möglichkeiten:
Bei gezielten Sprüngen wird die manuell eingegebene Zeit direkt angesprungen: Mit gezielten Sprüngen können Zeiten direkte in Stunden und Minuten angegeben werden. Gehe während der Wiedergabe einer Aufnahme wie folgt vor:
Die minimale Sprunggenauigkeit ist ein Minute; ggf. kann man dann mit den definierten Zeitsprüngen dann die Feinabstimmung vornehmen.
Springe eine Schnittmarke (Taste 7 bzw. 9) exakt an, das Dreieck ist rot dargestellt:
Bei größerer Verschiebung von mehreren Sekunden sollte man die Schnittmarke löschen und eine neue Schnittmarke setzen.
Die Schnittmarken lassen sich mit den Tasten 4 und 6 (siehe oben) nur relativ grob verschieben, obwohl etwa 25 Bilder pro Sekunde gesendet werden. Dieses hat folgenden Grund: Die Sender strahlen die etwa 25 Bilder pro Sekunde in sogenannten Group Of Pictures (GOP, engl.: Gruppen von Bildern) aus. Innerhalb von einem GOP gibt es nur ein I-Frame (I-Frame, I für intra, engl: inner Rahmen oder inneres Bild), dass ein vollständiges Bild ist. Die anderen Bilder im GOP beschrieben nur die Veränderung gegenüber dem I-Frame und den dazwischen liegenden I-Bildern. Diese Bilder werden P-Frame genannt (P-Frame, P für predictive, engl: voraussagender Rahmen oder voraussagendes Bild). Damit ist das vollständige Bild nach einem P-Frame innerhalb eines GOPs nur wie folgt zu rekonstruieren:
Damit erreicht man eine Reduzierung des Datenvolumens. Diese Technik ist die Grundlage für die MEPG-Komprimierung. Die Anzahl der Bilder in einem GOP variiert pro Sender und Sendezeit. Typische Anzahlen sind 16 oder 27 Bilder in einem GOP. Die Schnittmarken werden bei der Reelbox Avantgarde genau an die I-Frames gesetzt. Damit sind also die Sprünge der Schnittmarke nur von GOP zu GOP bzw. von I-Frame zu I-Frame möglich. Die Sprünge enthalten daher 16 oder 27 Bilder, was ungefähr 0,6 Sekunden bzw. gut einer Sekunde entspricht. Möchte man feiner schneiden, also auch direkt auf den P-Frames, ist das online nicht mit der Reelbox Avantgarde möglich. Dazu sind nur Schnittprogramme in der Lage, die bei einem solchen Schnitt dann anschließen den gesamten Film neu in GOPs unterteilen. Das wird auch als remuxen bezeichnet.
Eine Möglichkeit eine Schnittmarke zu prüfen besteht mit dem direkten Ansprung der Schnittmarke selbst. Man kann durch das Verschieben der Schnittmarke mit Taste 4 und 6 quasi den Schnitt der Schnittmarke genau einstellen. Leider funktioniert dieses Verfahren nicht auf dem Einzelbild. Die Sprünge mit der Taste 4 und 6 beinhalten mehrere Bilder.
Die Schnittmarken kann man wie folgt testen. Erst springt man die Schnittmarke genau an, die man testen möchte, dann springt man 5 Sekunden zurück um dann die Schnittmarke ca. 1 Sekunde vor dem eigentlichen Schnitt sich anzusehen. Wenn man die Schnittmarke erreicht, wird das Dreieck rot und man erkennt, ob die Schnittmarke richtig gesetzt ist. Gehe daher wie folgt vor.
Dieses ist möglich, da bei der Anzeige von der Zeitleiste immer die gesamte Aufnahme ohne Schnittmarken wiedergegeben wird.
Wenn man die Schnittmarken einer Aufnahme gesetzt hat, kann es passieren, dass der eigentliche Film herausgeschnitten und der Vor- und Nachspann erhalten bleibt. Dann muss man die Schnittmarken invertieren:
Es wird nun im Hintergrund der Schnitt an Hand der gesetzten Schnittmarken durchgeführt, in dem eine geschnittene Kopie der Aufnahme erzeugt wird. Die Originalaufnahme bleibt erhalten.