Das ReelBox Control Center (RCC) ist ein Verwaltungsprogramm, mit dem die ReelBox Avantgarde unter Windows per Netzwerk gemanagt und gesteuert werden kann. Die Software bietet unter anderem folgende Möglichkeiten:
Der Aufbau des Programms ist trotz seiner funktionellen Vielfalt möglichst einfach gehalten. Das Hauptmenü ist auf der linken Seite angeordnet und gliedert die Funktionen in die Gruppen Konfiguration, Tools, Telnet, FTP und Settings. Jede Gruppe hat weitere Unterbereiche, die nur bei ausgewählter Gruppe sichtbar sind.
Der rechte Fensterbereich beinhaltet abhängig vom gewählten Bereich die jeweils verfügbaren Funktionen.
Als weitere Addons stehen Web-IF (Web-Interface), Live-TV und SVDRP (Simple VDR Protokoll) zur Verfügung. Diese Addons sind in der Kopfleiste angeordnet.
Die Statusanzeige in der Fußleiste ergänzt das Programm. Neben dem aktuellen Datum und der Uhrzeit erhält man hier Informationen zum Login-Status für den FTP- und den Telnet-Zugang sowie die IP-Adresse der ReelBox Avantgarde.
Im Fensterbereich Verbindungsart wird angegeben, wie PC und ReelBox Avantgarde verbunden sind. Man kann zwischen Direkt Crossover, Switch/Hub und Router wählen. Unter Ausstattung sollten alle mit der Box verbundenen bzw. eingebauten Komponenten angegeben werden, da einige Funktionen im RCC sonst ggf. deaktiviert werden. Für die Telnet- und FTP-Verbindungen wird in den entsprechenden Fensterbereichen Name und Passwort für den Login zwingend benötigt. Im Regelfall (Default-Werte der Avantgarde) ist hier jeweils 'root' einzutragen (Groß- und Kleinschreibung beachten!).
Unter Voraussetzung einer funktionierenden Netzwerkverbindung prüft RCC nach dem Programmstart bzw. Klick auf Reconnect die Erreichbarkeit der angeschlossenen Geräte. Korrekte Verbindungen werden grün, nicht korrekte Verbindungen werden rot dargestellt. Bei fehlerhaften Verbindungen sind die IP-Adressen bzw. die Hardwareverbindungen zu überprüfen. 'Dieser Computer' listet alle im PC eingetragenen IP-Adressen. Stehen mehr als eine zur Auswahl, ist die auszuwählen, über die die Verbindung zur Avantgarde hergestellt werden soll. Unter 'Reelbox' ist die IP-Adresse der ReelBox einzutragen, s. a. Setup-Einstellungen der Avantgarde. Alternativ kann die Suchfunktion zur Ermittlung unbekannter IP-Adressen im Netzwerk verwendet werden. Falls ein Router als Verbindungsart konfiguriert ist, prüft RCC die Verbindung. Soweit nicht vorhanden, kann auch hier die IP-Adresse des Routers eingetragen werden, ggf. via Suchfunktion. Auf die Funktionalität von RCC und die Kommunikation zur ReelBox Avantgarde hat dies allerdings keinen Einfluss.
HINWEIS: Änderungen von IP-Adressen erfordern einen Reconnect!
Über Telnet kann man im Netzwerk vom PC über Befehlssätze bzw. Kommandos direkt auf die ReelBox zugreifen. Diese Telnet-Befehle werden durch reine Texteingaben über die sog. Konsole/Kommandozeile eingegeben. Gelegentlich kann es zur Fehlersuche oder für sonstige administrative Aufgaben notwendig sein, via Telnet mit der Avantgarade zu kommunizieren, zum Beispiel für die Abarbeitung von Scripts.
Eine der hilfreichsten Funktionen des RCC ist der FTP-Commander. Hiermit kann der gesamte Datentransfer von und zur ReelBox Avantgarde durchgeführt werden. Des Weiteren lassen sich Änderungen am Dateisystem der Reelbox Avantgarde ausführen, Dateien und Verzeichnisse erstellen und löschen sowie Textdateien erstellen, ansehen und bearbeiten. Die Funktionsweise entspricht weitgehend den sonst bekannten FTP-Programmen, wobei der Datentransfer auf das Kopieren von ReelBox Avantgarde zum PC bzw. von PC zur ReelBox Avantgarde beschränkt ist. Der linke Fensterbereich zeigt die Verzeichnisse und Dateien der ReelBox Avantgarde an, der rechte Fensterbereich die des PCs.
Praktisch ist im FTP-Commander ist die Möglichkeit zum Merken von Verzeichnissen. Über die rechte Maustaste im zuoberst angezeigten Verzeichnisnamen erreicht man ein Kontextmenü zum Merken von Verzeichnissen und zur Verzeichnisauswahl. Es wird jeweils das ausgewählte Verzeichnis gemerkt und an die Auswahlliste als Sprungziel angefügt. Diese Sprungziele können dann direkt angewählt werden. Der Eintrag 'Root' (für den ReelBox-Avantgarde-Bereich) ist vordefiniert und springt immer ins Hauptverzeichnis; er kann nicht gelöscht oder neu angelegt werden. Ein aktives Verzeichnis wird in der Liste deaktiviert bzw. ausgegraut angezeigt. Es können bis zu 20 Verzeichnisse gemerkt werden. Um ein Sprungziel zu entfernen, muss man sich im entsprechenden Verzeichnis befinden. Im Kontextmenü kann dann über den Eintrag 'Aus Liste löschen' das Verzeichnis aus der Liste zu entfernt werden.
Unter Recordings stehen Funktionen zur Darstellung und zum Download der auf der Avantgarde abgelegten Aufnahmen bereit. Zusätzlich zur Aufnahmenliste werden Informationen aus dem EPG und - soweit vorhanden - zu den Tonspuren ausgegeben. Markierte Aufnahmen können auf den PC kopiert werden (Download). Optional lassen sich hierfür auch mehrere Aufnahmen in einer Downloadliste zusammenstellen.
HINWEIS: Diese Funktionen sind nur verfügbar, wenn die Festplatte (HDD) als Komponente in der Konfiguration (s. o.) angegeben wurde!
Im Bereich Settings stehen Funktionen zur Sicherung (Backup) und Wiederherstellung (Restore) von Systemdateien und Kanallisten zur Verfügung. Zum Anlegen eines Backups ist zuerst ein Name für die Sicherung anzugeben. Bereits angelegte Backups können auch überschrieben werden. Alle relevanten und wichtigen Dateien werden in einen Unterordner mit dem Backup-Namen in das RCC-Programmverzeichnis kopiert. Zum Wiederherstellen der gesicherten Systemdateien ist aus der Liste der angelegten Backups das gewünschte auszuwählen. Aus einem Auswahlmenü, das den kompletten Inhalt des jeweiligen Backups als Verzeichnisstruktur enthält, können ganze Verzeichnisse wie auch einzelne Dateien ausgewählt werden. Die zusammengestellte Auswahl kann wiederum als Voreinstellung gespeichert werden. Die Schnellauswahl vordefinierter Dateigruppen ist momentan deaktiviert.
HINWEIS: Vor dem Restore wird vom Programm überprüft, ob sich die Avantgarde im Standby-Zustand befindet. Gegebenfalls initiiert RCC den Standby.
Des Weiteren können mit dem sog. Settingseditor Kanallisten bearbeitet werden. Hier lassen sich die auf der ReelBox verfügbaren Kanäle bearbeiten, anordnen und in Gruppen organisieren.
RCC benötigt keine Installation und schreibt keine Einträge in die Registry. Es genügt das gepackte Archiv in einen beliebigen Ordner zu entpacken. Das Programm startet nach Doppelklick auf RCC.exe. Nach dem Programmstart befindet man sich immer auf der Konfigurationsseite. RCC kann gleichzeitig in mehreren Ordnern existieren und auch mehrfach gestartet werden.
Weblink: http://www.reel-multimedia.com/de/support_software_tools.html
@Joe Kolade: Danke für den Text!